Bob – 2012 – Sardinien

Die traurigsten Augen der Welt erzählen seine Geschichte

Bob
Rasse: Mischling
Geburtsjahr: 2012
Geschlecht: Rüde
Größe: ca. 50 cm
kastriert: nein
Eigenschaften: verträglich mit Hündinnen
Haltung: Einzelhaltung, als Zweithund geeignet
Pflegestelle gesucht: ja
Standort des Hundes: L.I.D.A. Olbia, Sardinien

Beschreibung:
Wir waren Anfang April wieder in der L.I.D.A., unserem Partnertierheim in Olbia auf Sardinien. Ein jährliches Ereignis, wo wir unsere verbliebenen Hunde, die es nicht in ein Zuhause geschafft haben, besuchen, neue Bilder machen, usw. Aber auch um dann neue Hunde aufzunehmen, sie zu bewerten, sie zu beobachten.

Bob war einer davon. Er saß in einem der kleinen Gehege im Container in Einzelhaft. Bobs Vorgeschichte kennen wir nicht. Sicherlich war er überflüssig oder man wollte ihn nicht mehr.

Als ich den Container betrete, sehe ich da einen weißen Hund mit wunderschönen Augen. Doch normal ist es nicht, was er da macht. Er läuft nicht richtig hin und her, sondern schwenkt seinen Kopf immer von rechts nach links. Es sieht wirklich merkwürdig aus und ich stehe da und kann meine Tränen nicht zurückhalten.

Als wir ihn aus dem Container rausnehmen, ist er zwar etwas schüchtern, aber sofort ist alles gut und sein Kopf ist in einer ganz normalen ruhigen Stellung. Es ist die Enge des Geheges und das Nichtwissen wohin mit der Energie. Klar, wo soll er sie auch ausleben können. Bob sieht uns mit seinen traurigen Augen an und wir können seine Geschichte schon erahnen.

Bob ist leider nicht mit Rüden verträglich, daher ist die Auswahl der Gehege schon auf ein Minimum reduziert. Mit Hündinnen hat er keinerlei Probleme. Hinzu kommt, dass der arme Kerl Leishmaniose positiv ist. Zwei Faktoren, die seine Vermittlung vermutlich nicht einfach machen werden. Doch ist er deswegen hoffnungslos verloren? Ich hoffe nicht!

Wir suchen für Bob hundeerfahrene Menschen, die ihr Herz für diesen hübschen Kerl öffnen. Gerne dürfen Sie sich hier für ihn als Pflegestelle bewerben. Jeder noch so dünne Strohhalm würde Bob helfen. Eine Hündin kann – wie gesagt – gerne schon im Haushalt leben. Wie er sich mit anderen Kleintieren und auch Kindern verträgt, können wir an dieser Stelle nicht sagen. Die Leishmaniose muss momentan nicht behandelt werden und würde von uns nochmal genau unter die Lupe genommen werden, wenn er denn erstmal in Deutschland ist.

Bekommt Bob seine Chance?

Bob auf der Webseite des Vereins (mit Video): klick hier

Kontakt:
Streunerherzen e.V.
AnsprechpartnerIn: Alexandra Sieber
50321 Brühl
Tel.-Nr.: (0170) 99 41 95 6 oder (07144) 86 10 22
E-Mail: alexandra.sieber@streunerherzen.com
Webseite: streunerherzen.com