Creed hat ein tolles Zuhause gefunden

Creed – Nach kurzem Sonnenschein kam die lange Finsternis

Rasse: Mischling
Geburtsjahr: 28.12.2015
Geschlecht: Rüde
Handicap: Familienhund lebte in Einsamkeit an der Kette
Größe: mittelgroß – 30 bis 50 cm
kastriert: nein
Eigenschaften: verträglich mit Hündinnen, verträglich mit Rüden, kinderlieb
Haltung: als Zweithund geeignet
Pflegestelle gesucht: ja
Standort des Hundes: Sardinien

Beschreibung:
Creeds Geschichte treibt mir die Tränen in die Augen, denn kein Hund hat so ein Leben verdient. Creed kam als Welpe in seine sardische Familie. Er lebte ganz normal im Haushalt. Als menschlicher Nachwuchs die Familie beglückte, nahm er sich schnell der Kinder an und wuchs mit ihnen auf. Die Kinder wurden älter und auch Creed wuchs zu einem Junghund heran. Natürlich wollte er spielen, sich bewegen und zeigte seine aktive Natur. Das in Verbindung mit den Kindern, die gerade das Krabbeln und Laufen erlernten, wurde den Menschen zu viel. Spaziergänge gab es nicht für den jungen Rüden. Und so kam es, wie es leider hier so häufig vorkommt: es wurde in den Garten eine Hundehütte gestellt und daran wurde Creed mit einer Kette befestigt. Für Creed begann die Leidensgeschichte! Getrennt von den Menschen, den Kindern und dem Haus winselte er Tag und Nacht, doch er wurde nicht erhört. Gerade mal einmal am Tag gab es frisches Wasser und Futter, sein Leid erkannte niemand, denn es ist ja nur ein Hund.

Nach einigen Jahren wurde er von einem sardischen Mann entdeckt, der sehr viel Mitleid mit Creed hatte. Er merkte schnell, wie menschenbezogen und freundlich Creed ist und schaffte es, den Hund zu retten von seinem Leid. Er nahm ihn mit nach Hause zu seiner Frau und seinen Hunden. Creed freute sich unglaublich und dankte es mit großer Anhänglichkeit, Freude und Liebe. Das war zuviel für die Ehefrau und sie bat ihren Mann, den Hund auf´s Landgrundstück zu bringen. Ihm blieb nichts anderes übrig. Und hier begann die Fortsetzung seines furchtbaren Lebensabschnittes.

Creed wollte nicht alleine sein, so sprang und kletterte er über den Zaun und suchte nach Menschen. Nach dem dritten Mal musste Creed auch dort an die Kette, um ihn vor Übergriffen von Bauern und Jägern zu schützen. Der Mann fuhr jeden Tag zu Creed, spielte und tobte mit ihm, merkte aber, wie schlimm der Rüde unter der Isolation litt. Er nahm immer mehr an Gewicht ab und machte einen kranken Eindruck. So fuhr er zum Tierarzt und dort sollte es eine kleine Wendung für den Rüden geben, denn eine Kollegin, die dort aufgrund einer Kastration von wilden Katzen gerade ebenfalls anwesend war, kam ins Gespräch mit dem Mann. Sie tauschten die Nummern aus und wir erfuhren von Creed.

Natürlich reagierten wir schnell, weil Creed in schlechtem Zustand war.

Er wurde unserem Kooperationstierarzt in Olbia vorgestellt, der einen Schnelltest auf Leishmaniose machte, dieser war negativ. Da die Anzeichen aber für eine Leishmaniose sprachen, wurde das Blut noch in ein Labor geschickt und der Test wiederholt. Doch auch hier war der Test negativ, was uns sehr freut. Er kam in eine Hundepension, wo er zwar auch in einem Zwinger ist, doch täglich im Freilauf sein darf und auch Zuwendung der Pensionsbesitzerin erfährt, die direkt daneben wohnt. Schon in der ersten Nacht weinte er und jaulte und wollte wieder bei seinem Menschen sein, in diesem Fall der Pensionsbesitzerin. Sie konnte kaum ein Auge zu tun. So meldete sie sich direkt am nächsten Tag und erzählte uns davon.

Nun möchten wir Creed schnellstmöglich nach Deutschland holen, wo er in einer Familie leben darf. Einem Leben, nach dem er sich so furchtbar sehnt, dass es ihn krank macht. Der menschenbezogene Rüde ist ein freundlicher Geselle. Er ist aktiv und braucht Bewegung und Auslastung genauso wie die Nähe seiner Menschen. Er ist hundefreundlich und braucht sicherlich eine kurze Zeit, um sich in unserem Leben zurechtzufinden, wobei wir uns sicher sind, dass es ihm nicht schwer fallen wird.

Creed hat eine angenehme Größe und nimmt von Tag zu Tag mehr zu – er gesundet sozusagen. Aber all das wird nicht so sein, wie es in einer Familie sein könnte. Daher suchen wir sowohl eine Pflegestelle wie eine Endstelle. Alles ist für den Rüden gut, Hauptsache, er darf dabei sein. Natürlich könnte es zu Beginn zu Problemen kommen, wenn man ihn alleine lassen möchte, da er geprägt ist auf die Einsamkeit. Eine längere Eingewöhnung sollte eingeplant werden mit langsamer Eingewöhnung an das Alleine bleiben. Daher wäre es gut, wenn jemand zuhause wäre, ob als Hausfrau oder im Homeoffice, beides wäre gut denkbar. Auch wenn er mit ins Büro könnte, wäre es eine Möglichkeit, den Rüden langsam aufzubauen und auch wieder an ein normales „Alleine bleiben“ zu gewöhnen. Hundeschule, sportliche Aktivitäten oder auch Denksportaufgaben wie Mantrailing, etc. könnten unserem Creed sicherlich gefallen.

Wenn Sie nicht nur Mitleid haben, sondern auch Ihr Herz öffnen können, dann freue ich mich sehr über Ihren Kontakt.

Wir vermitteln bundesweit. Die Koffer sind gepackt und Creed kann nach Deutschland ausreisen

 

Kontakt:
Streunerherzen e.V.
AnsprechpartnerIn: Stefanie Richter
50321 Brühl
Tel.-Nr.: (0177) 32 68 50 9
E-Mail: stefanie.richter@streunerherzen.com
Webseite: https://www.streunerherzen.com

Veröffentlicht am: 9. Mai. 2020