Merry – 2010 – Bulgarien

Merry – nun ist ihre Chance!

Rasse: Mischling
Geburtsjahr: ca. August 2010
Geschlecht: Hündin
Größe: mittelgroß – 30 bis 50 cm
kastriert: ja
Eigenschaften: verträglich mit Hündinnen, verträglich mit Rüden
Haltung: als Zweithund geeignet
Standort des Hundes: Shumen/Bulgarien

Beschreibung:
Merry, die wir auf ungefähr 11 Jahre schätzen (geb. irgendwann 2010, wir nehmen jetzt mal August an), lebte eine sehr lange Zeit auf der Straße. Sie war bekannt in ihrem Wohnviertel und wurde dort regelmäßig gefüttert.

Ein tierlieber Mann, der sie mochte und sich um sie kümmerte, stellte jetzt fest, dass Merry blind wurde und mit dem Leben auf der Straße nicht mehr zurecht kam. Sie war einer ständigen Gefahr durch den Straßenverkehr, durch andere Hunde und auch Misshandlungen von Menschen hilflos ausgesetzt. Er brachte Merry mit guten Absichten ins Tierheim in Schumen und bat darum, sie einschläfern zu lassen.

Wir haben Merry aufgenommen, allerdings konnten wir seinem Wunsch nicht nachkommen. Es gibt keinen Grund, Merry „zu erlösen“. Sie ist ein sehr lieber Hund, sieht nichts mehr, hört wohl auch nicht mehr so gut, hat aber durchaus noch Lebensfreude. Die wird dann geweckt, wenn es gutes Futter gibt. Da wird Merry ganz aktiv und wächst über sich hinaus.

Merry hat eine Schulterhöhe von 44 cm und damit eine angenehme Größe. Im Notfall kann man sie auch mal tragen. Man sollte beachten, dass man sich ihr anfangs langsam nähert, denn sie erschrickt schnell, wenn man sie unvorbereitet anfasst. Ist sie in einer Familie angekommen, kennt die Abläufe und Rituale (ganz wichtig für blinde Hunde) und hat Sicherheit gewonnen, wird ein Zusammenleben sehr entspannt.

Wir wünschen uns für Merry einen kinderlosen Haushalt in einer ruhigen Umgebung. Regelmäßige Spaziergänge sind natürlich ein Muss. Sie ist zwar blind, gehört aber noch nicht zum ganz alten Eisen.

Merry hat keinerlei Probleme mit den anderen Hunden in ihrem Auslauf und kommt gut mit ihnen zurecht. Ein ähnlich alter Hund darf zur Gesellschaft und zur „Blindenführung“ gerne in der Familie vorhanden sein, der Merry an die Pfote nimmt und ihr die Eingewöhnung erleichtert. Ein Wunsch von uns: man sollte nach Möglichkeit die Wohnung nicht ständig umdekorieren und -gestalten wollen. Blinde Hunde können sich darauf schlecht einstellen.

Nach Aussage des Mannes, der Merry abgab, ließen die Leute, die sie auf der Straße versorgten, sie damals kastrieren.

Merry ist gechipt, hat die erste Impfung, bekommt vor der Ausreise noch die zweite und ist damit dann bereit, Menschen glücklich zu machen. Glücklich wird bestimmt dann auch der Mann, der sie eigentlich aus einem ganz anderen Grund abgab.

Merry auf der Webseite des Vereins: klick hier

Kontakt:
Grund zur Hoffnung e. V.
AnsprechpartnerIn: Verena Albert
61184 Karben
E-Mail: verenaalbert@hotmail.com
Webseite: https://www.grund-zur-hoffnung.org/